KARATE-DÔ

Die 3 Grundelemente des Trainings


Kihon (Grundschule)
Unter »Kihon« versteht man die einzelnen Techniken. Anfänger trainieren jede Technik einzeln. Fortgeschrittene trainieren dann Kombinationen aus den Einzeltechniken. Beim Kihon kommt es auf die richtige und präzise Ausführung der Technik an. Am Anfang steht der richtige Bewegungsablauf im Mittelpunkt, später die richtige Atmung, der richtige Einsatz des ganzen Körpers (besonders der Hüfte) sowie das Timing. Kihon ist die Vorstufe für Kata und Kumite.

Kata (Formen)
»Kata« ist ein Kampf gegen eine Anzahl »unsichtbarer« Gegner. Hier ist sowohl der Ablauf als auch die Art der einzelnen Abwehr- und Angriffstechniken genau vorgeschrieben.

Kumite (Kampftraining)
»Kumite« ist der Kampf gegen einen Gegner. Nach dem jeweiligen Stand der Fähigkeiten eines Karateka werden unterschiedliche Formen des Kampftrainings praktiziert.

Erläuterungen zum SKR-Abzeichen

ROT repräsentiert die Sonne und bedeutet Mut, Einsatzwille und Kampfgeist

SILBER dagegen ist die Farbe des Mondes und ist Symbol für Beherrschung, innere Ruhe und Konzentration.

GELB schliesslich steht für den Spiegel (in Japan benutzte man früher polierte Kupfertafeln) und symbolisiert die Selbsterkenntnis.

Jeder Karateka sollte diese Eigenschaften besitzen.

Im Karate muss man sich während seines ganzen Lebens verbessern. Diese Vervollkommnung versteht sich nicht nur in den Techniken, sondern ebenfalls als Mensch, also geistig. Man sollte deshalb nie mit sich zufrieden sein, denn in Karate sollte es keine Perfektion geben.

Der Spiegel bedeutet, das man sich jederzeit beobachten kann und gegen sich selber Kritik übt.

Nach den Worten unseres Grossmeisters Koichi Sugimura

 

Shihan Koichi Sugimura

Kontakt-Sugimura_Sensei

Sensei Koichi Sugimura wurde am 24. März 1940 in Südjapan geboren und begann im Alter von 16 Jahren mit Karate. Auf die Frage, warum er damals mit Karate begonnen habe, antwortet er:

„Das ist ganz einfach. Ich war schwach und wollte stark werden!“

Sehr schnell bemerkte er dann aber, dass Karate mehr ist als nur physische Anstrengung, denn bei seriösem und konsequentem Training wird der Geist und der Charakter positiv beeinflusst und entwickelt. Unter dieser Voraussetzung trainierte er während seines Jurastudiums an der Keio Universität in Tokyo fleissig weiter. Sein Trainer, Sensei Michihara, förderte und motivierte ihn.

Mitte der 60er Jahre wollte der junge Sugimura etwas von der Welt sehen. Sein Ziel war Kanada. Dieses Land erschien ihm als Inbegriff von Weite und Freiheit. Er blieb dann aber in Deutschland, in Freiburg, hängen. Dort kam er, unter anderem, in Kontakt mit Kanazawa Sensei und leitete mit ihm zusammen auch mehrere Lehrgänge. Vor allem aber instruierte er die Karategruppe der Universität Freiburg, wo auch Wolfgang Hagedorn und Eugen Müller trainierten.

Auf diese Weise lernte er die Schweizer Karatekas um Annemarie Pfeiffer, Bruno Dammert, Otto Zimmerli, Rolf Hauri usw. kennen, denn diese Gruppe kam oft nach Freiburg ins Training. Sensei Sugimura gab dann zuerst regelmässig in Schaffhausen und Winterthur Training, und verlegte seinen Wohnsitz in die Schweiz.

Später gründete er zusammen mit den Dojos Lenzburg, Winterthur und Schaffhausen den SKR und wurde JKA Chefinstruktor für die Schweiz. Er eröffnete verschiedene Dojos in Zürich, Dürnten und Rümlang. Viele seiner Schüler verdanken ihm einen Platz auf nationalen und internationalen Siegerpodesten.

Er engagierte sich stark im Schweizerischen Karate-Verband, im Wettkampfbereich, der Trainerausbildung im Schiedsrichter-wesen, und vertrat die Schweiz an vielen internationalen Anlässen.

Als Trainer wird er auch im Ausland hochgeschätzt, und er erfüllt eine wichtige Vorbildfunktion durch sein Engagement für die Entwicklung des Karate. Ein Vorbild ist er auch, was seine persönliche physische Kondition betrifft. Obwohl er ein Mensch ist, der das Leben zu geniessen weiss, mit gutem Wein und gutem Essen (und Golfspielen!), hält er sich immer fit. Wenn er Techniken vorzeigt oder Dehnübungen, könnten viele von uns fast neidisch werden!

Er ist die Seele des SKR. Jederzeit bereit, wenn Probleme auftauchen, helfend und beratend einzugreifen.Wir hoffen, dass er noch sehr lange in der Lage ist, dies auch weiterhin zu tun!

 

Originalbericht vom SKR